Getreidemühlen

 

Der in der Scheune ausgestellte Mindenia- Mahlgang ist ca. 1940 gebaut worden. Im Grunde ist die Technik des Mahlganges identisch mit dem großen Mahlgang der Bongartzmühle. Nur die Proportionen sind hier etwas kleiner. Der Antrieb erfolgt mittels Flachriemen und Elektromotor. Früher ist der Mahlgang vielleicht auch mit einem Traktor angetrieben worden.
Über ein Winkelgetriebe wird die Drehbewegung in die Senkrechte geleitet. Im unteren Mühlstein wird in einer Holzlagerbüchse die stehende Welle  geführt. Sie ist in der Höhe verstellbar. Weil der Läuferstein oben auf der Welle in der Haue aufliegt, kann durch das Verstellen der Welle der Mahlspalt eingestellt werden. Durch den so genannten Tanzmeister, der sich in der Mitte der Steine dreht, wird aus der Drehbewegung eine seitlich schlagende Kraft, die auf den Rüttelschuh geleitet wird und ihn in Vibration versetzt. Dadurch werden die aus dem Trichter laufenden Körner dosiert zur Mitte geleitet, wo sie in das Auge des Läufersteins fallen. Durch die Fliehkraft wird das Getreide nach außen zwischen die Mahlbahn geworfen und dort vermahlen. Damit das feine Mehl gezielt aufgefangen werden kann, hat man außen um die Mühlsteine eine Bütte aus Holz angebracht, die nur an einer ganz bestimmten Stelle geöffnet ist und das Mehl nach unten durch die Mehlpfeife in den Sack leitet. 

Die Mühle wurde aufwändig restauriert. Durch Feuchtigkeit waren einige Bretter und ein Haupttragebalken unbrauchbar geworden. Da der Holzwurm an vielen anderen Stellen ganze Arbeit geleistet hatte, mussten Teile der Bütte, des Rüttelschuhs, der Trichter und sein Bock komplett erneuert werden. Hierbei wurde großen Wert auf originalgetreue Nachbildung gelegt. (Siehe komplette Beschreibung unter: “Restaurierungen”)
Die Mühle wurde erstmalig auf dem Mühlentag 2006 vorgeführt!