Wannmühlen

Wannmühlen dienen dazu, das Getreide von Verunreinigungen zu trennen. Sie bestehen aus einem von drei Seiten geschlossenen Holzgehäuse, in dem sich Windflügel, Siebe und ein Getreidetrichter befinden. Die Maschinen wurden von Hand, später mit einem kleinen Motor angetrieben. Das von oben eingefüllte Getreide läuft über eine Speisewalze in das Innere der Maschine. Durch vier hölzerne Flügel wird ein starker Luftstrom erzeugt. Da leichte Teile in einem Luftstrom weiter fliegen als schwere, kann man nun gesunde von beschädigten und kranken Körnern trennen. Spreu und Halme sind so leicht, dass sie komplett aus der Maschine ausgeworfen werden. Die gesunden Körner werden aufgefangen und auf ein Sieb geleitet. Steinchen und Erdklumpen werden darauf aussortiert. Das gereinigte Getreide gelangt zum Ausgang, wo es abgesackt oder aber, wie es bei der Bongartzmühle früher eingerichtet war, direkt auf den Trichter des Mahlgangs geleitet wurde.
Im Museum sind drei verschiedene Wannmühlentypen ausgestellt.
Alle drei sind sehr ähnlich aufgebaut und unterscheiden sich nur in der Anzahl und der Bewegung der Siebe. Die Älteste ist etwa um 1900 gebaut worden.

Die älteste Maschine musste noch von Hand bedient werden. Hierzu ist von außen ein Handrad an einer Riemenscheibe angebracht, die mit einem Flachriemen alle Funktionen der Wannmühle antreibt.

Das neuere Modell, von ca. 1940, besitzt eine Keilriemenscheibe, wurde also schon mit einem Motor betrieben. Die Übertragung des Antriebs erfolgt hier mit einem Gestänge.